Deutschland hat uns also wieder und zeigt sich gleich von seiner besten Seite: Stau auf der Autobahn.
So fuhren wir am Stauende an einer Ausfahrt runter und kamen so eher zufällig an den Timmendorfer Strand.
Der Hund wollte spazieren, also mussten wir mit.
Nach ein paar schönen Stunden ging es dann weiter über die A1 relativ stauarm an Hamburg vorbei.
Den Abend und die Nacht verbrachten wir wieder in Mardorf auf der Nordseite des Steinhuder Meeres.
Nach Frühstück mit leckeren Brötchen traten wir die Weiterreise an. Die Schranke ging auch hoch, ohne dass Jemand hätte „pusten“ müssen.
Wir nahmen im weiteren Verlauf der Reise wieder die Route über die Öresundbrücke vom Malmö nach Kopenhagen. Diesmal nahm uns der Automat die doppelte Gebühr, nämlich 620 DKK für die Überfahrt ab. Leider haben wir das erst zu Hause gemerkt. Da hätten wir besser wieder an der manuellen Kasse bezahlt.
In Dänemark hielten wir noch mal auf Farø an.
Dann ging es bis nach Rødbyhavn. Wir hatten Glück und erwischten noch ein vorletztes Plätzchen auf der Fähre, die gerade ablegen wollte.
Auf Fehmarn angekommen, fuhren wir diesmal zum Campingplatz „Am Niobe“, wo uns Bernie mit freundlichen Worten empfing und ein nettes Plätzchen zuwies. Das Lädchen hatte leider schon zu, aber bis 19:30 Uhr gab es im Restaurant warmes Essen, bevor um 20 Uhr dort die Luken dicht gemacht wurden.
Tschüss Norwegen. Auf der E6 ginge es in Küstennähe an Göteborg, Varberg und Halmstad vorbei bis in die Nähe von Båstad.
Heute wollten wir mal wieder auf einen Campingplatz fahren und heiß duschen. Wir fanden auf dem Norrviken Camping ein freies Plätzchen.
Das war wohl der sauberste und gepflegteste Campingplatz, auf dem wir je waren. Kein Wunder, denn ein Aufpasser radelte ständig rum und sah nach dem Rechten und wohl auch dem Linken…
Und noch etwas Besonderes fiel uns auf: diese Wand hier an der Ausfahrt.
Bei schönstem Wetter ging es nun immer mehr heimwärts. Und in Oslo hatten wir etwas, was wir lange nicht mehr hatten, was uns aber oft auf Reisen begleitet: Stau.
Wir waren froh, als wir aus der Stadt raus waren und auf der E6 gen Süden rollen konnten.
Den frühen Nachmittag nutzten wir zu einem letzten Einkauf in Norwegen und fuhren dann weiter bis Fredrikstad, wo wir im Hafengebiet die Nacht verbrachten.
Weiter ging es Heute durch die Hochebene am Nationalpark Jotunheimen vorbei bis Sogndal und durch Gol.
Links und rechts der Strasse lag der Schnee stellenweise bis zu 3…4 hoch – und das im Juni!
Leider zog sich der Himmel etwas zu, so dass wir keine weiteren Foto-Stopps eingelegt haben.
In Nesbyen bogen wir dann von der Strasse ab, um uns einen Übernachtungsplatz zu suchen. Den fanden wir dann auch an einem traumhaft gelegenen See.
Bei leichtem Nieserregen liefen wir einmal die Runde rum. Nun wissen wir auch, was sich unter dem Begriff „Skytebane“ verbirgt: Das Geknatter der Kleinkalibergewehre begleitete uns bis kurz vorm Schlafengehen.
Am nächsten Morgen weckte uns hier wieder die Sonne.
Langer Abschied macht das Scheiden nur noch schwerer – also sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück bei Sylvia und „P“ dann aufgebrochen.
Es fiel uns ja echt schwer, die beiden ehemaligen Rheinländer hier in der Wildnis zurückzulassen, aber sie fühlen sich hier wohl und bleiben.
Wir fuhren die Serpentinen zu den Trollstigen hoch und genossen die tollen Ausblicke.
Hier ein paar davon:
Bei diesen Anblick wird einem ganz anders…
Als Torsten vor fünf Jahren hier war, sah es an dieser Stelle noch ganz anders aus. Kleine bunte Hütten mit Trollen standen hier überall und luden zum Bummeln und Kaufen ein. Nun ist hier alles in Beton gegossen, selbst der Bachlauf führt ein Stück durch ein Betonbecken und im Gestern neu eröffneten Cafè saß Niemand, weil man das Loch im Beton (den Eingang) ohne Beschilderung einfach nicht finden konnte…
Es ist völlig schleierhaft, weshalb die Norweger hier die Natur so verhunzen.
Wenigstens gibt es hier und da noch ein schönes Plätzchen wie dieses hier.
Hier noch ein kleiner Rundumblick von einer der Aussichtsplattformen:
Unser Weg führte uns nun nach Geiranger und dem gleichnamigen Fjord:
Wenn man von hier aus mit der Fähre durch den Fjord fährt, bieten sich einzigartige Ausblicke. Man wundert sich über so manche Häuser, die sich an den Berg schmiegen und welche die Bewohner oft nur über den Wasserweg erreichen können.
Leider hatten wir zu wenig Zeit für diesen Weg und fuhren weiter bis nach Lom.
Da wir für den Eintritt in die Stabkirche kein Geld bezahlen wollten, liefen wir nur einmal rum und fuhren dann weiter bis zu einem traumhaft gelegenen Parkplatz nahe dem Berg Galdhoppingen, wo wir dann die Nacht verbrachten.
Auf Anraten von Sylvia machten wir mal einen Tag Pause. Wir fuhren mit den beiden Auswanderern zum Farstadstranden und wanderten bis zum Leuchtturm und einem alten Hafen.
Auf Empfehlung von Sylvia und „P“ fuhren wir also nicht direkt nach Elnesvagen, sondern über die E39 und 70 über Kristiansund und die Atlanterhavsveien weiter über Farstad und Bud, bis wir unser Ziel aus der anderen Richtung erreichten.
Wir fuhren auf den verschiedensten Strassen von ganz breit bis ganz schmal, über Brücken, durch Tunnel, auf und an Inseln vorbei – die Landschaft war so vielfältig, dass man es mit wenigen Worten nicht beschreiben kann.
Deshalb nur Bilder:
Und nun hatten wir das eigentliche Ziel erreicht: wir besuchten Sylvia und „P“, die vor ca. drei Jahren nach Norwegen ausgewandert sind.
Auf geht es nun zum nördlichsten Punkt unserer Reise. Auf den Strassen 3 und E6 fahren wir Richtung Trondheim, biegen aber ein paar Kilometer vorher bei Heimdal auf die E39 ab.
Der Oysand Campingplatz sah ganz nett aus, so dass wir beschlossen, hier eine Nacht zu bleiben.
Die Stellplätze waren recht groß, doch die sanitären Anlagen waren in einem sehr schlechten Zustand: Vieles kaputt und unsauber. Aber die Dusche war heiß und hatte Fußbodenheizung!
Hier fanden wir unseren 800sten und nördlichsten Geocache. Er lag offen im Gras:
Zur Feier des Tages gönnten wir uns eine Flasche Rotwein, welche wir aus unserem Frankreich-Urlaub von vor zwei Jahren ganz aus dem Süden bis in den hohen Norden mitgebracht hatten.
Und wir erlebten noch etwas Besonderes: es war sehr lange hell, die Sonne ging erst gegen 23:45 Uhr unter und bereits kurz nach 03:00 Uhr wieder auf. Es wurde gar nicht richtig dunkel draußen – gut dass unser Auto super Rollos zum Verdunkeln hat.
Der Genuss des Rotweins holte Torsten um 03:45 Uhr schon mal aus den Federn. Um die Zeit stand die Sonne schon recht weit oben am Himmel. „Wat et nit all jitt“ würde der Rheinländer wohl sagen.
Nach ruhiger Nacht auf unserem doch recht abgeschiedenen Plätzchen gab es leckeres Frühstück mit Müsli, Joghurt und Kaffee.
Dann ging es weiter auf den Strassen 21, 2, 3 und 20 sowie einen kleinen Einkaufs-Zwischenstopp bis nach Elverum, wo wir erstmals im Ausland eine Entsorgungsstation in Anspruch nehmen mussten.
So konnten wir dann später auf einem schönen Rastplatz nördlich von Rena die nächste Nacht verbringen und brauchten keinen Campingplatz anfahren.
Vier Wohnmobile und ein paar LKWs leisteten uns Gesellschaft.